Warum bist du beim BUND? – Antworten unserer Mitglieder
(Martin Domhan)
Martin Domhan
„Beim BUND bin ich Mitglied, weil ich dort in einer engagierten und freundschaftlichen Truppe unser gemeinsames Ziel, die Bewahrung und Hege unserer heimischen Natur und Landschaft, aktiv unterstützen kann.“
Hildegund Ohl:
„Aus Sorge um Luft, Erde und Wasser, aus Liebe zu Fauna und Flora trat ich im Jahr 2000 in den Bund für Umwelt- und Naturschutz ein. Hier finde ich die Gelegenheit, mich vor Ort einzubringen, also die Natur vor der eigenen Haustür zu schützen und zu pflegen. Schönheit und Vielfalt der Schöpfung beglücken mich täglich aufs Neue – eine stille Freude, die ich versuche, an andere weiterzugeben.“
(© Ralf Paucke
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Ralf Paucke)
Ralf Paucke:
„Wer seine Heimat liebt, sollte sich auch für den Erhalt der Naturräume vor Ort, Verbesserungen des Klimas oder den Schutz von Biotopen und bedrohter Tierarten einsetzen. Allein die Tausende Bäume und Büsche, die vom BUND-Ortsverband in den letzten Jahrzehnten mit viel Schweiß und Freude gepflanzt wurden, wirken bis heute positiv und als Bereicherung in unserer Stadt und in der Landschaft. In dieser fröhlichen BUND-Gruppe fällt dieses Engagement jedenfalls leicht!“
Andrea Brida-Lawrenz:
„Der Wald, unser Grundwasser, die Landwirtschaft, die gesamte Tier- und Pflanzenwelt - es ist unglaublich spannend, zu ergründen und zu verstehen, wie alle diese Themen miteinander zusammenhängen. Klimawandel und Artensterben, die scheinbar unaufhaltsam fortschreiten, erlauben uns nicht, untätig zu bleiben. Sie fordern uns auf zu handeln, vor Ort, in unserem eigenen Umfeld! Bei Pflanzungen von Bäumen und Gehölzen oder bei Biotop-Pflegemaßnahmen, meist in fröhlicher Runde, bin ich daher sehr gerne dabei. Diese Aktionen sind für mich lehrreich und sinnstiftend, sie sensibilisieren mich und öffnen meinen Blick für die Natur und für unsere Verantwortung.“
Tatjana Seehoff
(© M. Seehoff
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Lerchenflug)
Tatjana Seehoff:
“Ich bin beim BUND, weil ich etwas für die Natur tun will. Dies in der Gemeinschaft mit netten Leuten zu tun, macht mir besondere Freude. Darüber lerne ich viele naturnahe Dinge. Obwohl ich keinen Apfelsaft trinke, macht es mir großen Spaß, auf den Streuobstwiesen Äpfel mit der BUND-Gruppe zu sammeln, die dann zu Saft gepresst werden. Eine kleine Köstlichkeit in Kartons. Durch unsere Aktion leisten wir zusätzlich einen Beitrag zum Erhalt des Kulturguts „Streuobstwiesen“.
Michael Seehoff
(Foto: © Tatjana Seehoff)
Michael Seehoff:
"Ich bin beim BUND, weil ich erlebt habe, wie sich dieser Verband bei der Auseinandersetzung um Stuttgart 21 gegen alle Widerstände für die Natur einsetzte. Das fundierte Wissen in allen Belangen des Naturschutzes hat mich beeindruckt. (Vor kurzem habe ich mir ein Bild von dem aktuellen Zustand des Bahnhofs gemacht. Meinen ausführlichen Bericht dazu siehe hier.)
Als ich gefragt wurde, ob ich für den Ortsverband Korntal-Münchingen den WEB-Auftritt gestalten könnte, habe ich nicht gezögert, die Arbeit der Korntal-Münchinger BUND-Mitglieder dadurch zu unterstützen und sie im Internet sichtbar zu machen. Seitdem administriere ich die Seite, aktualisiere sie regelmäßig und schreibe Artikel über Aktionen der BUND-Gruppe Korntal-Münchingen und zu Umweltthemen."
Herbert Lawrenz:
„Umwelt- und Naturschutz war schon immer mein Anliegen. Seit 40 Jahren bin ich im Ortsverband des BUND, von Anbeginn in Vorstand und Beisitz. Ich organisiere die Pflanzung von Bäumen und Feldgehölzen im Außenbereich, das Setzen von Bäumen in der Stadt sowie die Anlage und Pflege von Biotopen. Lange war ich auch in der Agenda-Gruppe „Gartenstadt Korntal“ aktiv. Ich bin überzeugt: Beharrliche, jahrelange Umweltarbeit zahlt sich aus!“
Evmarie Hörnle:
„Die Erhaltung der ökologischen Vielfalt in unserer Region ist mir wichtig. Die Reaktion der politischen Entscheidungsträger auf Klimaveränderung und Artensterben kann ich kaum beeinflussen, das tägliche Handeln und Konsumieren vor Ort aber sehr wohl. Gemeinsame BUND-Aktionen wie Äpfel sammeln, Saft verkaufen, Biotope pflegen, Bäume pflanzen und dergleichen tun nicht nur unserer Umwelt gut, sondern stärken auch Körper und Seele. Die Arbeit im BUND schenkt mir Befriedigung und Freude.“
Ehrenvorsitzender der BUND OG Wolf Ohl
(© Michael Seehoff
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Lerchenflug)
Wolf Ohl:
„Schon in den 1980er Jahren gab es mehrere überregionale Umweltorganisationen, die auf den Klimawandel und die dramatische Umwelt- und Naturzerstörung in unserer Welt hinwiesen. Ich war damals um die vierzig Jahre alt und hatte zwei heranwachsende Kinder. Ich spürte große Verantwortung, den nächsten Generationen eine lebenswerte Umwelt zu hinterlassen. Dafür wollte ich mich einsetzen. Als Manfred Hellberg an einem Info-Stand in Korntal so überzeugend für den BUND warb, wurde ich Mitglied. Das war der Beginn eines jahrelangen Einsatzes für Natur- und Umweltschutz.“
Veronika Unfried:
„Als ich 1984 BUND-Mitglied wurde, zerstörte der saure Regen unsere Wälder, Gülle und Abwässer ließen unsere Bäche und Flüsse schäumen. Aus diesem Grund trat ich dem Korntaler Ortsverband bei, der zu dieser Zeit gegründet wurde. Dort fand ich neue Freunde, die durch die gemeinsame Sorge schnell zusammenwuchsen und sich mit Leidenschaft engagierten. Das tun sie noch heute, und deswegen ist der BUND-Ortsverband Korntal-Münchingen bis heute ‘mein Verein‘.“
Bernd Schneider, Stephanie Drenseck, Ulrich Lukas (v.l.n.r.)
(© Michael Seehoff
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Lerchenflug)
Unsere Vorstände sagen zu ihrem Engagement:
Bernd Schneider:
„Pflanzen haben mich schon in meiner Kindheit berührt und begeistert, ob Wiesenblumen, Obstbäume, der Wald oder blühende Hecken. Bäume zu pflanzen und Biotope zu pflegen empfinde ich als sinnstiftendes Gemeinschaftserlebnis, das lehrreich und unterhaltsam ist und bei dem der Spaß niemals zu kurz kommt. Es ist eine gute Entscheidung, sich beim BUND zu engagieren.“
Stephanie Drenseck:
Ich hatte mich schon als Jugendliche in Bayern beim Bund Naturschutz engagiert. Nach einer langen Pause - viele Umzüge und berufliches Ankommen - bekam ich mit Mitte vierzig wieder den Kopf frei für Umweltthemen. Damals wie heute haben mich vor allem die Aktionen draußen in der Natur interessiert. Und da hat der BUND Korntal-Münchingen einiges zu bieten: Von Wiesen- und Gehölzpflege über Amphibienschutz und Streuobstwiesen-Apfelsaft bis hin zur Entdeckung noch nie gesehener Tiere, wie z.B. einer Blauflügeligen Sandschrecke! Und das auch noch in einer sehr netten Gemeinschaft!
Uli Lukas:
Ich habe wohl ein Baum-Gen geerbt. Wenn mein Vater und ich einen Spaziergang durch unsere Heimatstadt machten, und das kam nicht selten vor, überlegten wir uns gemeinsam, an welcher staubigen Ecke, zwischen Asphalt und Beton, nicht noch Platz für einen Baum wäre. Als ich erwachsen war, verstand ich: Um viele Bäume in den Himmel wachsen zu lassen, braucht es mehr als einen Vater und einen Sohn, die spazieren gehen. Also wurde ich – vor etwa 35 Jahren – Mitglied im BUND. Seitdem habe ich 600.000 Mitstreiterinnen und Mitstreiter, die wie ich mit suchendem Blick umher gehen und laut, vernehmbar und öffentlich fragen: Wäre hier nicht noch Platz für einen Baum?
Nachwort:
„Aus welchem Grund bist du beim BUND?“ – vielleicht ist diese Frage ja ganz falsch gestellt. Noch nie in der Geschichte der Menschheit war es um unsere Erde, unsere Natur, unser globales Ökosystem so schlecht bestellt wie heute. Braucht man da noch einen besonderen Grund, um sich für den Erhalt der Schöpfung einzusetzen? Wer gleichgültig bleibt, der braucht Gründe, und zwar gute. Wir vom BUND jedoch – wir brauchen eigentlich keine.