BUND Regionalverband Stuttgart

Wir haben bereits alles verbraucht

Wir haben schon alles verbraucht  (Collage: M. Seehoff / unter Verwendung von Wickipedia und www.flaticon.com / Von NASA/Apollo 17 crew - https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=114976945 Automobil Icons erstellt von prinda895 - Flaticon, Money icons created by Smashicons - Flaticon)

Am 2. Mai war 2024 der deutsche Erdüberlastungstag. In nur vier Monaten haben wir alle erneuerbaren Ressourcen aufgebraucht, die uns eigentlich für das ganze Jahr reichen müssten. Ab jetzt leben wir auf Pump. Im globalen Vergleich liegt Deutschland mit etwa einem Dutzend weiterer Staaten fast noch im ersten Drittel des Jahres, während der globale Erdüberlastungstag im Sommer liegt. 

Wir leben auf Kosten anderer, ärmerer Länder. So, wie wir hier die Güter der Natur derzeit verbrauchen,bräuchten wir eigentlich drei Erden, damit auch weiterhin ein gutes Leben für alle möglich wäre. Die USA als führende Industrienation hat bereits einen „Bedarf an 5 Erden“.

Das viel gescholtene China steht etwas besser dar als Deutschland. (China: 1. Juni). Übrigens verbraucht Qatar am schnellsten die Ressourcen, am 11. Februar haben sie bereits alle erneuerbaren Ressourcen aufgebraucht. Es gibt keinen Staat, der mit den Ressourcen über das Jahr gesehen, auskommt. Am längsten kommen Ecuador und Indonesien damit aus. Alle(!) Industriestaaten liegen im ersten Drittel des Jahres. Grafik dazu siehe hier.

Das sollte uns zu denken geben. In unserem eigenen und  im Interesse unserer Kinder sollten wir unseren ökologischen Fußabdruck vermindern. Mutter Natur wird zunehmend ungeduldig mit uns Menschen, lässt uns die Folgen von Sorglosigkeit und Überkonsum immer deutlicher spüren: Dürreperioden, Hitzewellen, Waldbrände, Überschwemmungen, unfruchtbare Böden …

Trotzdem wollen sich immer noch viele bequem herausreden: "Wir hier in Deutschland, wir sind doch so wenig - wir können und müssen nicht die Welt retten." Ja, wir sind relativ wenig - aber wir bewirken Umweltbelastungen, die drei Mal größer sind als beim Durchschnitt aller Erdenbürger. Das liegt u.a. an unseren weiterhin viel zu hohen Klimagas-Emissionen fürs Heizen und für den Verkehr. Wir sollten weiter an den klimaneutralen Konzepten auch gerade in unserer Stadt arbeiten.

Michael Seehoff

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Weiterführende Informationen siehe die Pressemitteilung vom BUND

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