2024: Krötenwanderung an der K1618
Auch in diesem Jahr hatte die Wanderung schon vor Zaunaufbau begonnen. Am 8,2, waren bereits Wanderbedingungen gegeben (feucht und in der Nacht über 6 Grad) und die Totfunde an der Straße bestätigten dies.
Das Ergebnis war deutlich besser als im Vorjahr. Die geringe Zahl von Kröten lässt vermuten und hoffen, dass diese vor unserer Zählung den Weg über die Straße geschafft haben. Für das nächste Jahr muss der Zaun früher aufgebaut werden. An 41 Tagen waren BUND-Aktive vor Ort, um die entlang des Zauns eingegrabenen Eimer zu kontrollieren. An 23 Tagen konnten insgesamt 120 Tiere sicher über die Straßen gebracht werden, die restlichen Tage waren "ohne Tiere". Danke an alle, die hier mitgeholfen haben.
2023: Krötenwanderung an der K1618
Deutlich später erst Anfang März wurde der Krötenzaun dieses Jahr aufgebaut. Im Februar gab es einmal wärmere Temperaturen. Da könnten Kröten schon unterwegs gewesen sein. Denn das Ergebnis ist erschreckend. Nur insgesamt 58 Tiere haben die BUND-Aktiven über die K1618 am Saalenwald geholfen.
Die mobile Leiteinrichtung an Kreisstraße nach Hessigheim wurde auch dieses Jahr wieder von der Straßenmeisterei Besigheim im Auftrag der unteren Naturschutzbehörde montiert.
Der erste Tag (9.3.) war mit 24 Tieren erfolgversprechend. Doch das war es dann auch. Bis zum Abbau des Zauns nach 21 Tagen waren nur noch vereinzelt Tiere auf der Wanderschaft. Die beiden Grafiken zeigt dies eindrucksvoll.
2022: Krötenwanderung an der K1618
Die mobile Leiteinrichtung an Kreisstraße K1618 nach Hessigheim wurde dieses Jahr wieder von der Straßenmeisterei Besigheim im Auftrag der unteren Naturschutzbehörde montiert. Im dritten Jahr befördern BUND-Aktiven die Tiere über die Straße. 257 Tiere haben wir im letzten und 289 Tiere im vorletzten Jahr gezählt. Wir dürfen auf das diesjährige Ergebnis gespannt sein.
Am 17.2. hat die Wanderung begonnen. Wenn nachts die Temperaturen nicht unter 6 Grad sinken und es dazu noch regnet, machen sich die Kröten und Frösche auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Dazu müssen sie die Kreisstraße am Saalenwald überqueren.
Der erste Tag war mit 24 Tieren erfolgversprechend. Danach war es in der Nacht zu kalt. Aber die Bedingungen werden sich in den nächsten 3-4 Wochen noch ändern. So lange werden wir täglich die Eimer kontrollieren.
Die mobile Leiteinrichtung an Kreisstraße K1618 nach Hessigheim wurde am 15.4. abgebaut, die Krötenwanderung ist damit beendet. Im dritten Jahr befördern BUND-Aktiven die Tiere über die Straße. 257 Tiere haben wir im letzten und 289 Tiere im vorletzten Jahr gezählt. In diesem Jahr waren es nur 207 Tiere. Auch bei uns hat sich der bekannte Trend rückläufiger Amphibienzahlen bestätigt.
Die Grafik zeigt eindrucksvoll, dass die Frostperiode nach dem Saharastaub die Wanderung nahezu beendet hat.
2021: Krötenwanderung an der K1618
Die mobile Leiteinrichtung an Kreisstraße K1618 nach Hessigheim wurde dieses Jahr wieder von der Straßenmeisterei Besigheim auf Auftrag der unteren Naturschutzbehörde montiert. Nachdem im letzten Jahr unsere BUND-Aktiven erfolgreich fast 300 Tiere sich über die Straße befördert hatten, dürfen wir gespannt sein, wie das diesjährige Ergebnis sein wird.
Eine Woche später als im letzten Jahr und zögerlicher, weil trotz frühlingshafter Tagestemperaturen, die Nächte noch kalt sind, hat bei uns die Wanderung der Kröten begonnen.
Täglich in den Morgenstunden erfolgt die Kontrolle entlang des Krötenzauns. Noch sind die Tiere fast ausschließlich einzeln unterwegs. Aber das eine oder andere Krötenmännchen hat seine Lady schon gefunden und lässt sich huckepack zum Laichplatz tragen.
2020: Krötenwanderung an der K1618
Der eine oder andere von Ihnen erinnert sich vielleicht noch daran, dass an der Kreisstraße K1618 nach Hessigheim jedes Frühjahr wenn die Frostperiode vorbei war und es bei leichten Plusgraden regnete, Kröten vom Saalenwald die Straße Richtung Neckar überquerten.
Waren es in 1992 noch über 700 Tiere, die von ehrenamtlichen BUND-Mitgliedern an einem mobilen Zaun eingesammelt und über die Straße getragen wurden, so waren es 2005 nur noch rund 20 Exemplare. Seit 2013 wurde die Aktion dann mangels Tiere eingestellt.
Im letzten Jahr haben wir vom BUND Ortsverband – in der wanderungsrelevanten Zeit die Strecke frühmorgens kontrolliert und eine Fotodokumentation erstellt, die nachweist, dass wieder eine signifikante Wanderung stattfindet. Der Fachbereich Straßen wird den Einbau einer Leiteinrichtung beim Ausbau der Straße in enger Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde berücksichtigen. Da nicht absehbar ist, wann das sein wird, wird in diesem Jahr von der Straßenmeisterei eine mobile Leiteinrichtung montiert. Diese wird am Waldanfang aus Richtung Kleiningersheim beginnend, den im letzten Jahr identifizierten Bereich umfassen.
In Frühjahr (voraussichtlich Anfang März – je nach Witterung) werden Aktive des BUND Ortsverbands Ingersheim frühmorgendlich die Tiere über die Straße bringen und das Aufkommen dokumentieren.
Als verkehrsrechtliche Anordnung erfolgt in der Wanderzeit:
- Krötensymbol ca. 150 m vor dem Wald
- Begrenzung auf 70km/h und ab Wald 50 km/h
- Ende der Beschränkung im Wald vor Beginn der Gefällstrecke
Wir bitten alle Verkehrsteilnehmer, den Streckenabschnitt in der Wanderungszeit insbesondere nachts zu meiden. Auch 50 km/h ist noch zu schnell um auszuweichen.
Amphibienkartierung (LAK) - 2014/15
2014 haben wir beim Monitoring an der L1125 unterstützt. Mit dem Ausbau der Straßen wurden Krötentunnel eingebaut. Die Funktionsfähigkeit wurde durch den Einbau von Auffangbehälter überprüft. Wir unterstützten durch Kontrolle der Behälter und Transport der Tiere zum Laichgewässer.