Regionalverband Stuttgart
Jetzt spenden Mitglied werden

Der BUND vor Ort in Ditzingen

Hier eine kleine Auswahl unserer Aktivitäten

Aktuelles jeweils im Ditzinger Anzeiger

Ein neuer Baum für Ditzingen

Nach getaner Arbeit. Foto: BUND Ditzingen

Seit nunmehr 40 Jahren gibt es in Ditzingen einen Ortsverband des BUND, der sich sehr aktiv für die Belange des Umwelt- und Naturschutzes einsetzt und eingesetzt hat.

Ein Anlass um inne zu halten und zurückzublicken, auf das was in dieser Zeit passiert ist, und um voraus zu blicken, was zu tun ansteht. Und ein Anlass um im Herbst gemeinsam zu feiern. 
Aber schon jetzt schenken wir aus diesem Anlass unserer Stadt einen Schattenbaum für die Calisthenics-Anlage in der Glemsaue, die vom Jugendgemeinderat initiiert worden ist und die, wie wir beobachtet haben, zu jeder Zeit gerne angenommen wird. 
Dort steht nun ein junger aber schon stattlicher Feldahorn, etwa 8-10 Jahre alt, den wir mit Hilfe der Stadtgärtnerei am vergangenen Dienstag gepflanzt haben. Er soll noch kräftig wachsen und künftig Schatten spenden, um es den Sportlern im Sommer etwas angenehmer zu machen.

Warum ein Feldahorn?

Der Feldahorn war Baum des Jahres 2015 und ist heute ein wichtiger Stadtbaum. Er zählt zu den widerstandsfähigsten Baumarten, denn er kommt sowohl mit Kälte, als auch mit Hitze und Trockenheit besser zurecht, als viele andere Baumarten. Er ist damit für die klimatischen Veränderungen, die auf uns zukommen, gut gewappnet.

Auch ökologisch ist der Feldahorn ein wertvoller Baum: seine frühen Blüten sind eine wichtige Nahrungsquelle für Wild- und Honigbienen, sowie Schwebfliegen. Das Laub dient vielen Raupenarten als Futter und seine dichte Krone bietet Vögeln ideale Nistmöglichkeiten.

Nicht zuletzt bietet er auch uns Menschen einiges: das Spiel seiner Blätter im Wind und die durch das Sonnenlicht entstehenden Schattenmuster sind ebenso reizvoll wie sein Farbwechsel vom lichten Grün im frühen Sommer bis zu seiner in vielen Nuancen changierenden Herbstfarbe Gelb.

Darüber hinaus ist er ein bei uns lange schon heimischer Baum. Als schwäbischer „Maßholder“ diente er vor Jahrhunderten Mensch und Vieh als sogenannter Speisebaum: seine Blätter wurden an das Vieh verfüttert, oder vergoren wie Sauerkraut von den Menschen gegessen.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Frau Gierisch und den beiden Mitarbeitern der Stadtgärtnerei für ihre tatkräftige Unterstützung und Hilfe bei der Pflanzung des doch schon recht großen Baumes und dafür, dass sie versprachen, ihn künftig weiterhin zu pflegen.

Für den BUND-OV Ditzingen Barbara Klingler    
 

Verschenkbörse 2026

Herzlichen Dank an alle, die unsere Verschenkbörse am vergangenen Samstag zu einem schönen Erfolg machten.

Herzlichen Dank dafür, dass Sie Spielsachen, Töpfe, Teller und andere Haushaltsartikel, Taschen, Dekogegenstände, Gläser, Vasen und vieles andere mehr zu uns ins Schulzentrum brachten, sodass am Ende ein bunter Mix von Gegenständen auf unsere Besucherinnen und Besucher wartete. Auch kleine Schätze wie eine Gitarre, zwei Einräder, zwei Skateboards, zwei Scooter, ein Sitzsack und ein Hamsterkäfig waren darunter und fanden rasch neue Besitzer.

Herzlichen Dank an den Heimerdinger Nachhaltigkeitsladen, der übrig gebliebenen Sachen zur Weitergabe abholte, an Herrn Fleisch, der uns als Lehrer der Realschule von Beginn an zuverlässig unterstützt hat, an die Schülerinnen und Schüler, die beim Auf- und Abbau der Tische und Einsortieren der Waren halfen, sowie an die beiden Vertreter des Repaircafés, die die angelieferten Elektrogeräte sorgfältig prüften, um mögliche Gefahrenquellen auszuschließen.

Die wenigen Sachen, die keine neuen Besitzer fanden, werden wir an den Gebrauchtwarenladen der Ludwigsburger Karlshöhe spenden.

Verschenkbörsen dienen demselben Zweck wie Nachhaltigkeitsläden: gut erhaltene Gegenstände werden nicht weggeworfen, sondern kostenlos an Menschen weitergegeben, die sich nicht alles leisten können — oder einfach nur Freude daran haben.

Dass wir in Zusammenarbeit mit der Realschule auch ein Zeichen gegen die Wegwerfmentalität setzen, ist ein weiterer sehr erfreulicher Aspekt dieser Veranstaltung. Für den BUND Ditzingen

Sabine Roth
Kontakt: OV-Ditzingen@BUND.net

Windkraft in Ditzingen – ein Thema, das interessiert

10.11.2025

Plakat: Fiona Schlecht. Dialogforum Energiewende und Naturschutz

Am Montag vergangener Woche fand im Bürgersaal eine sehr erfolgreiche Veranstaltung zum Thema Windkraft statt.  Anstelle der erwarteten 40-50 Interessenten kamen über 130 Bürgerinnen und Bürger, um sich zu dem Thema zu informieren. Als Ortsgruppe des BUND hatten wir unseren Oberbürgermeister Herrn Makurath gebeten über den Stand der Planungen für Ditzingen zu informieren. Allein diese Informationen zu den Vorranggebieten, der Bedeutung dieser Gebiete und den sich daraus ergebenden Möglichkeiten für die Stadt waren für viele sicherlich bedeutsam. 

In einem zweiten Teil hat dann unsere Referentin Fiona Schlecht vom Dialogforum Energiewende und Naturschutz allgemein zum Thema Windkraft und im Besonderen zu verschiedenen, in den Medien kursierenden Aussagen Stellung genommen. Darüber hinaus hat sie dann auch detailliert die Bedeutung und Erfordernisse des Ausbaus in Baden-Württemberg dargelegt.

Im Anschluss daran war Raum für Fragen aus dem Publikum, und so kam eigentlich jeder und jede mit seinem Thema, seiner Frage und auch mit einer bloßen Meinungsäußerung zum Zug – Herr Makurath und Frau Schlecht, unterstützt von Siegfried Klingler, der die Moderation übernommen hatte, beantworteten alles ausführlich.

Wer sich die Präsentation von Frau Schlecht, die Zahlen und Fakten nochmals anschauen möchte, kann dies tun: scannen Sie den QR-Code und Sie kommen direkt zu der Präsentation auf die Seite des Dialogforum Energiewende und Naturschutz.

Für die BUND-Ortsgruppe
Barbara Klingler
Kontakt: OV-Ditzingen@BUND.net

Ein schöner Erfolg

Foto: S. Klingler BUND-OV Ditzingen

Am 15. März 2025 fand in Zusammenarbeit mit der Realschule unsere dritte Verschenkbörse im Schulzentrum statt. Unterstützt wurde die Veranstaltung wieder von Vertretern des Repaircafés, die die angelieferten Elektrogeräte sorgfältig prüften,

An dieser Stelle noch einmal ganz herzlichen Dank an alle Helferinnen und Helfer!!!

Die Resonanz war dieses Mal noch größer als in den letzten beiden Jahren. Wir freuen uns sehr, dass so Vieles neue Besitzerinnen und Besitzer fand. Darunter kleine Schätze wie ein neuwertiger Holz-Laufstall und drei Auto-Kindersitze. Aber vor allem viele Spiele, Deko- und Haushaltsartikel wanderten zusammen mit anderen nützlichen und gut erhaltenen Gegenständen in die mitgebrachten Taschen.

Das Wenige das am Ende übrig blieb, haben wir dem Nachhaltigkeitsladen in Heimerdingen (Vielen Dank nach Heimerdingen für die Abholung!) und an den Gebrauchtwarenladen der Ludwigsburger Karlshöhe gespendet.

Dass wir mit der Verschenkbörse jedes Jahr ein Zeichen gegen die Wegwerfmentalität setzen können, freut uns sehr.

 

Für den BUND Ditzingen Sabine Roth

Die Zukunft des Heizens – für eine nachhaltige Wärmeversorgung

Plakat: Barbara Klingler

35 Interessierte waren gekommen, der Mittelpunkt war bis auf den letzten Stuhl besetzt. Aber das Thema geht ja auch uns alle an und ist mit vielen Fragen behaftet: Was bedeutet das Gebäudeenergiegesetz für mich? Was muss, was kann ich tun?

Fritz Mielert, Referent beim BUND Landesverband Baden-Württemberg mit dem Schwerpunkt Klima- und Energiepolitik, erläuterte in seinem Vortrag detailliert und kenntnisreich die verschiedenen Ebenen, die dieses Gesetz umfasst. 

Allein 2022 wurden 50% des Energieverbrauchs für Wärme und Kälte genutzt, eine erfolgreiche Energiewende kann deshalb nur erreicht werden, wenn im Gebäudesektor eine Transformation weg von fossilen Brennstoffen hin zu erneuerbaren Energien stattfindet.

Zuerst ist die kommunale Wärmeplanung gefragt als Voraussetzung für jede individuelle Planung. Für die Kommunen sind hierbei eine Reihe recht komplexer Planungsschritte zu leisten. Die Kommune legt dabei für die unterschiedlichen Gebiete die Versorgungsarten und Energiequellen fest, die Ausweisung der unterschiedlichen Versorgungsgebiete ist verbindlich. Daraus wird dann eine Umsetzungsplanung abgeleitet, die sowohl die benötigten Kapazitäten, die Kommunikation mit den Bürgern wie auch einen realisierbaren Zeitplan umfasst. Ditzingen ist da schon auf einem guten Weg.

Dann entscheidet jeder Eigentümer, wie er, gemessen an den Möglichkeiten vor Ort und den individuellen Bedürfnissen, die Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes umsetzt. Fritz Mielert stellte die einzelnen Technologien vor - Anschluss an ein Wärmenetz, Wärmepumpe, Pelletheizung, Wasserstoff, Hybridheizung usw. – und erläuterte ihre ökonomischen und ökologischen Vor- und Nachteile. 

Klar ist jedoch: Da das Gebäudeenergiegesetz spätestens zum 1.7.2028 greift – wobei die Fristen im Bestand zum Teil deutlich länger sind – ist es auch ohne Heizungsausfall sinnvoll, jetzt schon über die nächste Heizungsart nachzudenken und erste Schritte zu einer Sanierung zu planen. Empfohlen wird dabei eine fachliche Beratung.

Im Anschluss an diesen faktenreichen Vortrag wurden noch viele Fragen gestellt und Diskussionspunkte angesprochen. Dabei geht es auch um gesellschaftliche Fragen: Wie können wir als Stadtgesellschaft die Energiewende in unserer Gemeinde in dem Sinne unterstützen und vorantreiben, dass sie möglichst gut an unsere Bedürfnisse und Möglichkeiten angepasst wird? 

Barbara Klingler  OV-Ditzingen@BUND.net

 

Eine tolle Aktion

Auch dieses schöne Fahrrad fand eine neue Besitzerin. Foto: Barbara Klingler

In Kooperation mit der Realschule hatten wir uns im letzten Jahr zum ersten Mal an die Organisation einer Verschenkbörse im Schulzentrum in der Glemsaue gewagt – und gemeinsam beschlossen, diese tolle Aktion am 20.7. weiterzuführen.

Wie viele andere, besitzen auch wir so manches, was wir nicht mehr brauchen. In Schränken und Schubladen versteckt oder in Kisten weggepackt, fristen diese Gegenstände zuhause ein ungenutztes, recht sinnloses Dasein. Während andere sich sehr darüber freuen würden.

Verschenkbörsen sind der Versuch, beide Seiten glücklich zu machen: jene, die ihren Ballast loswerden wollen – und jene, die sich manche Dinge nicht leisten können oder einfach nur Freude am Stöbern haben. Nicht mehr Benötigtes weiterzugeben, und nicht wegzuwerfen, ist darüber hinaus ein Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit.

Wir bedanken uns deshalb bei allen, die ihre meist sehr gut erhaltenen Besitztümer zu uns brachten, damit andere sie wieder nutzen können. Die Vielfalt auf den Tischen war am Ende groß: Kinderspielzeug, Bastelmaterial, Haushaltsartikel, Geschirr, Deko-Sachen, Taschen – und als Highlights ein Laptop und ein wunderschönes Kinderfahrrad - harrten auf die Besucherinnen und Besucher, die dieses Angebot gerne wahrnahmen. Schade, dass die Spenderinnen und Spender die strahlenden Augen der Beschenkten nicht sehen konnten! Wir geben die von Herzen kommenden, zahlreichen „Dankeschöns“ hiermit gerne an sie weiter.

Unser besonderer Dank gilt Herrn Heckel vom Repair-Café für die Überprüfung der elektrischen Geräte sowie den Vertreterinnen und Vertretern der Realschule, ohne deren Unterstützung diese Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre: Herrn Fleisch und Frau Andrä – und nicht zuletzt Mia, Julia, Furkan, Ilkan und Murat, die ebenso wie die beiden Lehrkräfte an ihrem freien Samstag tatkräftig mithalfen!

Sabine Roth     Kontakt: OV-Ditzingen@BUND.net

Der Beutenbach als Untersuchungsobjekt

Beim Sammeln von Bachbewohnern Foto: Barbara Klingler

Ende April untersuchten 6 BUND Mitglieder/innen als Bürgerforschende den Beutenbach zum fünften Mal auf seine Wassergüte. Die Messwerte zeigen, dass der Beutenbach aktuell nur wenig belastet ist, aber die Nitratwerte erhöht sind. Dies zeigt, dass durch die Düngung der angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen Nitrate eingespült werden. 

Kleingewässer wie der Beutenbach sind für viele Tier- und Pflanzenarten wichtige Lebens- und Rückzugsräume. Wie es in Deutschland um den ökologischen Zustand dieser Gewässer steht, ist jedoch häufig nicht bekannt. Deshalb beteiligen wir uns an den Gewässeruntersuchungen, die durch das Citizen-Science-Projekt FLOW vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) versuchen Aufschluss zu geben. 

Viele Insekten, darunter Libellen, Köcherfliegen und Steinfliegen, sind auf intakte und saubere Bäche als Lebensraum angewiesen. Sie verbringen den größten Teil ihres Lebens unter Wasser. Erst das erwachsene Insekt verlässt schließlich den aquatischen Lebensraum. Einige dieser Arten reagieren sehr empfindlich auf Pestizide im Wasser. In belasteten Bächen können sie nicht leben und sich nicht entwickeln. Diese Empfindlichkeit der wirbellosen Tiere gegenüber Pestiziden macht sich das FLOW-Projekt zunutze. Aus ihrer Zusammensetzung ziehen wir direkte Rückschlüsse auf die Pestizidbelastung und den ökologischen Zustand. Wir analysierten die chemisch-physikalische Wasserqualität (Konzentrationen von Nitrit, Nitrat, Phosphat etc.) und erfassten die Gemeinschaft der wirbellosen Tiere am Gewässergrund, das sogenannte Makrozoobenthos. Dazu werden die kleinen Tiere gefangen, gezählt und unter der Lupe oder dem Mikroskop bestimmt. Aufgrund unserer Ergebnisse und den bundesweiten Ergebnissen besteht dringender Handlungsbedarf, das aquatische Ökosystem zu schützen. 
Wir fordern:

- Pufferzonen von mindestens 10 Meter Breite entlang des Gewässers einzurichten, sodass der Eintrag von Nähr- und Schadstoffen ins Gewässer reduziert werden kann. 

- eine umweltverträgliche Landwirtschaft künftig stärker zu fördern, um unsere Gewässer und eine gesunde Umwelt zu schützen.

- die europäische Wasserrahmenrichtline, welche einen guten Zustand aller Oberflächengewässer bis 2027 fordert, umzusetzen. 

Beim Ditzinger Gewässerwart Herr Frank Beutelspacher bedanken wir uns für seine aktive Unterstützung.

Manfred Härterich, BUND-Ditzingen

Das diesjährige Monitoringteam. Foto: BUND-Ditzingen

Digital cleanup day? – war da was?

Peter Hensinger beim Vortrag. Foto: BUND-Ditzingen

Die BUND Ortsgruppe Ditzingen hat anlässlich des weltweiten „Digital Cleanup Day“ am Mittwoch letzter Woche Peter Hensinger, Vorstand von diagnose:funk, zum Vortrag über „Digitalisierung, Smart City, Smartphone und das Klima“ eingeladen. 
Jeder gestreamte Film, jede installierte App, jede geschriebene E-Mail verursacht CO2, jedes Like hat einen Fußabdruck und jede Cloud ist keine Wolke im Himmel, sondern verbraucht sehr viel Energie, so Peter Hensinger. Die jährliche Emission von 900 Millionen Tonnen CO2 durch den Austausch und die Speicherung digitaler Daten übertrifft sogar den Jahresausstoß von Ländern wie Deutschland. 
In seinem einstündigen Vortrag, der schriftlich vorliegt (https://www.diagnose-funk.org/aktuelles/artikel-archiv/detail&newsid=2070) zeigte Peter Hensinger auf, dass Digitalisierung, wenn sie unreflektiert und unreguliert betrieben wird, ein „Brandbeschleuniger der Klimakrise ist“ und belegte dies mit Fakten und Grafiken, die aus Gutachten und wissenschaftlichen Studien stammen. 
Andererseits ist Digitalisierung natürlich notwendig. 
Dieses Spannungsfeld zeigt, dass eine Überprüfung unserer Gewohnheiten im Umgang mit digitalen Medien unbedingt geboten ist. 
Verantwortlich für die Steigerung des Energieverbrauchs in den letzten Jahren ist unter anderem auch der explodierende Datenverkehr, der über die mobile Infrastruktur läuft, so Peter Hensinger. 
Schon das Löschen nicht benötigter Apps, die ständig im Datenaustausch stehen oder die Reduzierung der Videoqualität beim Streamen können einen erheblichen Beitrag zur Reduzierung des Energiebedarfs und damit des CO2-Ausstoßes leisten. Aber leider werden Smartphones oder iPhones sehr häufig ohne tiefere Kenntnisse der Bedienung und sinnvollen Einstellung dieser Geräte verwendet. Und häufig fehlt auch die Überlegung, ob wirklich jeder Datenaustausch nötig ist und jeder Film es wert ist, gestreamt zu werden.
In diesem Sinne soll der „Digital Cleanup Day“ ein Anstoß sein, sich über seinen eigenen Umgang mit digitalen Medien Gedanken zu machen.

Kontakt: OV-Ditzingen@BUND.net

Was hat es mit Schwarzpappeln in Ditzingen auf sich?

Die schönste Schwarzpappel Ditzingens steht am Scheffzengraben. Foto: Barbara Klingler

Der BUND-Ortsverband hatte am vergangenen Samstag zu einem Informations-Spaziergang eingeladen, um über die Schwarzpappeln im Scheffzental im Besonderen, aber auch um über die geplante Trassenführung der SSB durch dieses kleine Tal und die Hochwasserschutzmaßnahmen dort zu informieren.

Mit Conrad Fink, Naturschutzbeauftragter des Kreisverbandes Ludwigsburg, informierte ein ausgewiesener Kenner der Materie die Anwesenden über ein Generhaltungsprojekt, welches die Rettung der vom Aussterben bedrohten Wildform der Schwarzpappeln zum Ziel hat. Kenntnisreich und detailliert schilderte er die überregionalen Anstrengungen vonseiten des BUND in Zusammenarbeit mit kommunalen Trägern, die mittlerweile unternommen werden müssen, um die Restbestände dieser Art zu erhalten und vor Gefährdung zu schützen.
(Detaillierte Informationen hierzu unter: https://www.energie-klimaschutz.de/projekte/umweltprojekte/,   Stichwort: Neckar-Schwarzpappel)
Als ausgebildeter Stadtökologe erläuterte Fink, die Zusammenhänge zwischen Infrastrukturprojekten und Naturschutz. Dabei verwies er auf die Notwenigkeit eines Paradigmenwechsels in der Stadt- und Umweltplanung:
Nicht der Ausgleich für überbaute, d.h. der Natur entnommene Flächen muss das Ziel sein, sondern absolut vorrangig ist die Vermeidung oder aber mindestens die Verringerung der Eingriffe auf das absolut Unumgängliche. Und dazu gehört auch, dass Naturschutz überregional zu denken ist und nicht an den Gemeindegrenzen aufhören kann. Hier gilt das Motto „Natur kennt keine Grenzen“.
16-10-2023 Barbara Klingler

Ein Teil der Gruppe vor der schönsten Schwarzpappel. Foto: Barbara Klingler

Bienenhotels – wieder eine Attraktion beim Nachhaltigkeitsmarkt

Eifrige Hotelbauer Foto: Barbara Klingler

Nachhaltigkeit ist ein weit umfassendes Ziel: es bezieht sich auf unsere Konsumgewohnheiten, auf den verantwortungsvollen Umgang mit unseren Ressourcen ebenso wie ganz grundlegend auf die Erhaltung unserer Lebensgrundlagen, wozu eine intakte Natur, d.h. funktionierende Ökosysteme mit all ihren Bestandteilen wie Pflanzen, Tiere, Böden, Wasser und Luft gehört. 

Die Ortsgruppe Ditzingen des BUND hat beim Nachhaltigkeitsmarkt auch dieses Mal den Fokus auf den Schutz der Insekten, speziell der Wildbienen gelenkt, für deren Überleben in unserer immer artenärmer werdenden Umwelt jede und jeder etwas tun kann. Eine kleine, geschützt angebrachte Nisthilfe in der Nähe blühender Balkon- oder Beetpflanzen – wohlgemerkt bienenfreundlicher, heimischer Blühpflanzen – als Weide für die frisch geschlüpften neuen Bienen kann schon viel helfen. In diesem „Hotel“ mit unterschiedlich großen Löchern können verschiedene Wildbienenarten ihre Brut unterbringen – und wenn alles gut geht, schlüpft im nächsten Frühjahr die neue Generation.

Diese Bienenhotels sind ganz einfach selbst herzustellen: ein Buchenholzscheit, eine Bohrmaschine mit 3 verschieden dicken Bohrern und Kabelbindern zur Befestigung, schon wird man zum Hotelier. Das Angebot der BUND Ortsgruppe ein solches für den eigenen Balkon oder Garten selbst herzustellen nahmen viele Bürger und Bürgerinnen an, alt und jung bohrte sich durch dicke Holzscheite.

Zählte man die solcherart unterstützten Wildbienen in der Stadt mit, so dürfte Ditzingen im nächsten Frühjahr einen großen Sprung nach oben bei der „Einwohnerzahl“ verbuchen.
Barbara Klingler

Auch OB Makurath sorgte für ein neues Hotel in Ditzingen. Foto: Barbara Klingler

Naturschutz braucht tatkräftiges Engagement

Foto: Siegfried Klingler

Im Zusammenhang mit der in den Jahren 1996 – 2000 am Geigersberg in Ochsenbach (Sachsenheim) erfolgten vereinfachten Rebflurbereinigung hat der BUND-Kreisverband Ludwigsburg die Pflege eines nicht mehr bewirtschafteten Terrassen-Weinbergs übernommen. Ziel der Pflege ist es, das Zuwachsen der ehemaligen Weinberge zu verhindern und dadurch den Lebensraum der dortigen artenreichen Pflanzen- und Tierwelt zu erhalten. Mit Ditzinger Beteiligung machte sich deshalb eine Gruppe von Mitgliedern des Kreisverbands wieder daran, das üppige, zuvor fachmännisch gemähte Magergras mit Rechen, Mistgabel und Plane am unteren Weg des Weinbergs anzuhäufen. Den Abtransport des Heus übernahm die Stadt Sachsenheim.

Naturschutz braucht tatkräftiges Engagement Foto: Siegfried Klingler

Verschenkbörse im Schulzentrum Glemsaue

Foto: Barbara Klingler

Es war unsere erste Verschenkbörse, und wir haben viel dabei gelernt.
Erstens: Es hat uns viel Spaß gemacht!
Zweitens: Es kann gar nicht genug solcher Veranstaltungen geben, bei denen man gut erhaltene Gegenstände spendet, damit andere sie nutzen können.
Drittens: Wir hatten zu wenig, und zu spät für unsere Börse geworben, weshalb der Andrang recht überschaubar blieb.
Trotzdem hatten wir am Ende NICHTS mehr übrig, und einige Menschen sehr glücklich gemacht – die einen, weil sie unnütz Gewordenes sinnvoll „entsorgen“ konnten, die anderen, weil sie schöne Funde machten.
Aus diesen Gründen wollen wir die Verschenkbörse im kommenden Jahr erneut durchführen, und sehr gerne wieder in Zusammenarbeit mit der Realschule.
Wir bedanken uns sehr bei den Schülerinnen und Schülern für die kreative und tatkräftige Unterstützung und bei ihrem Lehrer Herrn Walsow, der unsere Börse im Rahmen der Nachhaltigkeitstage in der Realschule betreut hat.
Sabine Roth

Ehrenamtlich Müll sammeln – bringt es das?

Foto: Barbara Klingler

Die Ortsgruppe Ditzingen des BUND war am Samstag, 25.April mit von der Partie bei der alljährlichen „Putzete“ in und um Ditzingen – wir haben darüber berichtet.

Ehrenamtliches Müllsammeln befreit Jahr für Jahr die Ditzinger Fluren von all dem achtlos weggeworfenen – aber auch absichtlich entsorgten – Müll, den manche Zeitgenossen mit einer gewissen Rücksichts- und Verantwortungslosigkeit hinterlassen. Eine Arbeit, die das Jahr über von den Kräften des Bauhofs bewältigt wird, ohne dass das jemand groß mitbekommt.

Das Problem der Müllflut löst man auf diese Weise selbstverständlich nicht, aber eine solche Aktion ist symbolisch: man macht öffentlich, was sonst nicht wahrgenommen wird. Und genau darin liegt ja auch der Sinn jener öffentlichen Müllsammelaktionen.

Aber wir müssen nach den Ursachen und Bedingungen der wachsenden Vermüllung unserer Städte, unserer Landschaften, unseres Planeten fragen. Wir müssen die Ursachen bekämpfen und die Bedingungen ändern.

Mittlerweile sammeln Behörden vielerorts systematisch Daten. Sie wollen herausfinden, was bestimmte Maßnahmen zur Eindämmung des Mülls tatsächlich bringen.

Auch unser Bündnis „Wege aus der Plastikkrise“, das dem globalen Netzwerk „Break free from Plastics“ angehört, hat begonnen Müll auszuwerten. Das Ziel: Hersteller und lokale Verursacher klar zu benennen und deutlich zu machen, warum wir einen Wandel brauchen: weg von der Einwegverpackung, hin zu einer Ressourcen- und Plastikwende.

Von der Industrie fordern wir als BUND endlich weniger Einweg zu produzieren. Und von der Politik, dass das im Nov 2022 beschlossene Bundesgesetz zur Umsetzung der EU-Einwegkunststoffrichtlinie konsequent und zeitnäher umgesetzt wird.

Barbara Klingler

Adventszauber in Ditzingen; Eine prima Idee

Foto: Barbara Klingler

Vielen Dank allen Gästen, die uns mit ihrem Besuch an unserem Stand beim Adventszauber besuchten. Vor allem unser heißer Apfelsaft aus heimischen Streuobstwiesen mit und ohne Schuss fand riesigen Anklang, aber auch die warme vegane Kürbissuppe war bei den herrschenden Temperaturen heiß begehrt.

Wir wünschen Ihnen allen ein besinnliches Weihnachtsfest und ein gesundes und hoffentlich friedvolles Jahr 2023.
Unser herzlicher Dank gilt allen aktiven und passiven Mitgliedern und Förderern für ihre Unterstützung im vergangenen Jahr.

Ökologische Landwirtschaft - Ein wichtiger Baustein für unsere Zukunft

Die Klimakatastrophe rückt näher, auch hier bei uns haben wir einen viel zu heißen, viel zu trockenen Sommer hinter uns. Das Gebot der Stunde heißt nach wie vor: runter mit den CO2-Emissionen. Und dazu müssen alle Sektoren unserer Wirtschaft und Gesellschaft beitragen. Einer der wichtigen Sektoren dabei ist die Landwirtschaft, unsere Nahrungsmittelproduktion,    8% der CO2-Emissionen stammen von dort - somit hat die Landwirtschaft einen substantiellen Anteil an den Treibhausgas-Emissionen in Deutschland, vergleichbar mit dem Beitrag der gesamten Industrieprozesse (Quelle: Umweltbundesamt).

Vieles können wir Verbraucher natürlich durch unser Konsumverhalten mit beeinflussen. Aber es stellt sich auch die Frage inwieweit die landwirtschaftlichen Anbaumethoden einen Beitrag leisten können. Konkret: kann der ökologische Landbau ein Baustein sein, um die Landwirtschaft zukunftsfähig zu machen?

Zu diesem Thema hatte der BUND OV Ditzingen am vergangenen Donnerstag den Bioland-Landwirt und Vorsitzenden des Verbandes Bioland Baden-Württemberg Marcus Arzt eingeladen.

Es war ein sehr interessanter und gut besuchter Vortrag, der die Ziele des ökologischen Landbaus deutlich machte und damit unterstrich, wie wichtig dieses Thema für unser aller Zukunft ist. Wertvolles Ackerland, so Markus Arzt, dürfe nicht für weitere Versiegelung durch Straßen und Neubaugebiete geopfert werden, wenn man die Transformation der Landwirtschaft hin zu einer umweltverträglicheren und damit zukunftsfähigen Erzeugung unserer Nahrungsmittel ernst nimmt. Auch das Thema „Ausgleichsflächen“ müsse neu gedacht werden: vereinzelt über große Distanzen verstreut haben sie keinerlei Nutzen für die Biodiversität und damit eben auch für eine naturnahe Landwirtschaft.
Barbara Klingler
 

Neues vom Flow-Projekt: FLOW-Projekt, die 2.

Libellenlarve als Beispiel für eines der Kleinstlebewesen. Foto: Barbara Klingler

Fließgewässer erforschen, gemeinsam Wissen schaffen und Gewässer schützen. So lauten die Ziele des FLOW-Projektes. Als sogenanntes Citizen-Science-Projekt lädt es alle Bürger*innen dazu ein, selbst Daten für die Wissenschaft zu sammeln. Auch der Ditzinger BUND-Ortsverband hat sich mit zwei Einsätzen am Beutenbach an diesem Projekt beteiligt.

Der Gegensatz hätte größer nicht sein können! Bei unserer ersten Erkundung Ende April war es so kühl und regnerisch, dass wir irgendwann in einer Garage Schutz suchten. Am zweiten Termin Mitte Juni war es hingegen die trotz des schattigen Standorts drückende Hitze, die uns früher als gedacht vertrieb.

Das bereits in den Tagen zuvor trockene und warme Wetter hatte auch im Bach seine Spuren hinterlassen: die Sauerstoffsättigung des Wassers war deutlich niedriger als im Frühjahr, zum Glück aber noch nicht bedenklich. Die sonstigen Werte bewegten sich jedoch im Rahmen der im April gemessenen. Erneut konnten wir keine Schadstoffe wie Nitrat oder gar Pestizide im Beutenbach messen.

Auch die Kleinstlebewesen im Wasser, das sogenannte Makrozoobenthos, waren weitgehend dieselben wie im Frühjahr. Libellenlarven, Köcherfliegenlarven, Bachflohkrebse… Lediglich Larven der Eintagsfliegen gingen uns diesmal keine ins Netz – sie waren bereits geschlüpft.

Die Ergebnisse der Beprobungen werden jetzt zusammen mit denen zahlreicher anderer Projektgruppen im Rahmen einer Doktorarbeit an der Universität Leipzig ausgewertet. Wir sind gespannt auf die Rückmeldung von dort!

Sabine Roth

Auf Entdeckungstour am Beutenbach

Sammeln von Bachbewohnern unter fachkundiger Anleitung von Frank Beutelspacher, dem Ditzinger Gewässerwart. Foto: Barbara Klingler

Im Rahmen des bundesweiten FLOW-Projekts (Näheres dazu unter www.bund.net) trafen sich einige Mitglieder der die Ditzinger BUND-Gruppe am vergangenen Samstag im Scheffzental, um Wasserqualität und Bewohner des Beutenbachs zu erforschen. Bei ungemütlichen 10 Grad Lufttemperatur und Regen machten wir uns an die Arbeit: Bachlauf und Sohlenstruktur mussten ebenso bestimmt und dokumentiert werden wie PH-Wert und die weitere physikalische und chemische Zusammensetzung des Wassers. Eine andere Aufgabe – und dies war für uns alle wohl der spannendste Teil – bestand in der Entnahme von Proben mit den Kleinstlebewesen des Gewässers. Mithilfe eines Keschers wurden verschiedene Bachabschnitte „abgefischt“ und der Fang in einen Eimer mit Wasser gegeben, damit er keinen Schaden nahm. Dabei ging uns sogar ein Stichling ins Netz, der allerdings nach kurzer Zeit ins Wasser zurückdurfte.

Spannung bei der Auswertung. Foto: Barbara Klingler

Danach mussten wir der Witterung Tribut zollen. Einigermaßen durchgefroren zogen wir uns für die Analyse der Proben in die Klinglersche Garage zurück, um die Artenbestimmung bei heißem Kaffee und Tee fortzusetzen.

Überrascht vom unerwarteten Gewusel, und zu Beginn noch ein wenig hilflos (Was könnte das sein?... Keine Ahnung...), dann aber mit wachsender Faszination, bestimmten und zählten wir, in kleine Portionen aufgeteilt, was sich so alles in unserem Eimer befand. Und waren schon bald in der Lage, die zahlreichen Bachflohkrebse von den Larven der Eintagsfliege zu unterscheiden, während uns die Bestimmung der Köcherfliegen sehr rasch gelang: wie Einsiedlerkrebse tragen sie ihren Unterschlupf nämlich mit sich, haben ihn im Gegensatz zu den Krebsen aber selbst gebaut.

Noch größer war unsere Begeisterung, wenn wir eine neue und seltenere Art in den Proben fanden.

Nach erfolgreicher Bestimmung und Zählung (soweit im Gewusel möglich) brachten wir die winzigen Tierchen in ihr angestammtes Element zurück.

Ganz herzlich möchten wir uns bei Frank Beutelspacher, dem Ditzinger Gewässerwart bedanken, der uns mit seiner langjährigen Erfahrung hilfreich zur Seite stand. Ohne seine tolle Unterstützung wäre unsere Aktion nicht so erfolgreich verlaufen – und sie hätte uns mit Sicherheit weniger Spaß gemacht!!

Am Ende ein wichtiger Hinweis für alle potenziellen Nachahmer: die Entnahme solcher Proben ist genehmigungspflichtig. Aus diesem Grund hatten wir unsere Aktion vorher angemeldet.

Sabine Roth

Aktive des BUND setzen den ersten Spatenstich für die Biotopvernetzung zwischen Baden-Württembergischen Naturparks

Foto: S. Klingler

Mit Spaten und Schaufel bewaffnet trafen sich viele BUND-Aktive aus dem ganzen Kreis Ludwigsburg - darunter auch Mitglieder unserer Ditzinger Ortsgruppe - in Freudental, um durch die Bepflanzung eines 150 m langen Streifens mit heimischen Büschen und Sträuchern einen „Trittstein“ des grünen Wildkatzen-Korridors vom Nationalpark Nordschwarzwald über den Naturpark Stromberg-Heuchelberg bis hin zum Schwäbisch-Fränkischen Wald zu setzen.
Durch die wildgerechte Bepflanzung werden bestehende isolierte Waldflächen miteinander verbunden und durch den entstehenden Biotopverbund wird die genetische Verarmung der immer noch gefährdeten Wildtiere verhindert.
Wildkatzen sind keine verwilderten Hauskatzen. Sie sind Waldbewohner und lassen sich nicht zähmen. Es ist nicht lange her, da lebten sie fast überall in Europa. Bis vor 100 Jahren wurden sie allerdings gnadenlos verfolgt und vielerorts ausgerottet. Heute zerschneiden ausgeräumte Agrarflächen, Straßen und wachsende Siedlungs- und Gewerbegebiete die Lebensräume der Wildkatzen.
Dank des strengen Schutzes kann sich die Population inzwischen langsam erholen.
Von immer mehr Gemeinden des Landkreises (wie z.B. Freudental und Bietigheim), Landwirten, Jägern und Forstleuten und nicht zuletzt durch das Landratsamt Ludwigsburg mit dem Schirmherrn Landrat Allgaier wird das Projekt Wildkatzenkorridor im Landkreis Ludwigsburg unterstützt.
Gefördert wird das Projekt durch die Stiftung Naturschutzfonds und aus zweckgebundenen Erträgen der Glückspirale.

Siegfried Klingler

 

 

Klimademos in Stuttgart und Ludwigsburg

Foto: BUND-OV-Ditzingen

Am Freitag, den  24. September 2021 haben in mehr als 92 Ländern Menschen zusammen mit der Fridays for Future-Bewegung für eine konsequentere Klimapolitik demonstriert. In Deutschland allein in 470 Städten, darunter auch in Stuttgart und Ludwigsburg. Der BUND und die BUNDjugend waren Mitaufrufende. Deshalb waren natürlich bei beiden Veranstaltungen auch Ditzinger BUNDler dabei.
„Wir stehen jetzt vor der Generationenaufgabe, die Erderhitzung zu bremsen. Auf den Schultern der nächsten Bundesregierung liegt deshalb eine große Verantwortung“, so Olaf Bandt, der Vorsitzende des BUND Deutschland.  

Siegfried Klingler

Ehrenamtliche Landschaftspflege

Foto: Joachim Lösing

Wie jedes Jahr trafen sich auch diesmal wieder Aktive des BUND-Kreisverbands (darunter natürlich auch Ditzinger BUNDler) zur Pflege eines ehemaligen Weinbergs am Geigersberg in Ochsenbach. Der BUND entfernt dort den Aufwuchs einmal im Jahr, um die Magerrasenfläche für seltene Pflanzen und Tiere offen zu halten. In diesem Jahr mussten die BUND-Aktiven sogar zweimal ran, weil es aufgrund der feuchten Witterung mehr als doppelt so viel Mähgut gab wie in den beiden trockenen Vorjahren.
August 2021
Siegfried Klingler

 

Zeit für Schmetterlinge

In der großen Welt der Insekten sind Schmetterlinge wohl die beliebtesten Vertreter. Ihre Flugzeit hat nun begonnen, so dass sich das bunte Treiben der Tagfalter gut beobachten lässt.
Mit offenen Augen durch den Tag gehen und Schmetterlinge beobachten macht Spaß und bringt uns der Natur näher. Aber natürlich möchte man auch wissen, welcher Schmetterling gerade an einem vorbeigeflogen ist.
Wann die Arten fliegen? Das entnehmen Sie dem BUND-Schmetterlingskalender.
Bei der Bestimmung hilft das Faltblatt "Schmetterlinge beobachten".
In dieser Bestimmungshilfe finden Sie 25 häufige, weit verbreitete und leicht erkennbare Schmetterlinge.

Viel Spaß beim Beobachten.

 

Wir haben aufgeräumt!

Der Hänger war leider in kurzer Zeit voll. Foto: Thomas Heinrich

Das Wetter hatte ein Einsehen!
Als wir uns am Samstag, den 20.03.2021 bei der Lehmgrube trafen, war vom Schneeregen der vergangenen Tage nichts mehr zu sehen. Stattdessen strahlte die Sonne, und ließ die im mer noch kühlen Temperaturen fast vergessen.

Die Müllmenge rings um die Lehmgrube war recht überschaubar, weshalb eine dreiköpfige Helferfamilie für diesen Bereich genügte. Wir anderen machten uns auf den Weg zur Zechlesmühle und weiter in Richtung des evangelischen Jugendheims, wo unsere Müllspionin größere Mengen ausgemacht hatte.
Ihr Tipp erwies sich als Volltreffer…
Gleich nach der Abzweigung zum Jugendheim wurden wir im Gebüsch am rechten Straßenrand fündig: ein Satz Autoreifen und ein alter Fernseher waren die negativen „Highlights“, hinzu kamen unter vielem anderen Abfall  Unmengen von Flaschen. Ganz offensichtlich wurde diese Stelle bei schönem Wetter gerne als Treffpunkt genutzt. Die vollen Flaschen zum Treffpunkt bringen?... Für Feiernde jeglichen Alters kein Problem. Die leeren ordnungsgemäß zu entsorgen, hingegen schon. Dasselbe gilt für Behälter, in denen Essen transportiert wurde, und für all die anderen Dinge, die man nicht mehr benötigt.
Und wo bereits Müll liegt, sinkt die Hemmschwelle ohnehin, auch den eigenen dort zu lassen.Deshalb genügte allein diese Stelle, um unseren Hänger bis zum Rand zu füllen(!) und wir unsere Müllsammelaktion nach knapp zwei Stunden beenden mussten. Wir hoffen, dass zumindest dieser Ort jetzt für längere Zeit müllfrei bleibt.

An dieser Stelle noch einmal ein herzlicher Dank an die beiden Familien, die sich zum Helfen gemeldet hatten!
Und ein Appell an alle, keinen Müll zu hinterlassen, wo er nichts zu suchen hat.
Die Natur und Ihre Mitmenschen werden es Ihnen danken!!
Sabine Roth

Für ein modernes und nachhaltiges Baden-Württemberg

Für mehr Biodiversität und Klimaschutz

Unser Land steht vor enormen Herausforderungen. Auch als Konsequenz aus der Corona-Krise, die unsere Gesellschaft in allen Bereichen momentan noch extrem belastet, ist eine Umorientierung in Richtung sozial-ökologischer Umbau nötig. Die finanziellen Mittel, die zur Verfügung stehen, müssen deshalb zu einer grundsätzlichen Neuorientierung genutzt werden, um Wirtschaft und Gesellschaft zukunftsfähig zu gestalten. Für die neue Wahlperiode braucht es politischen Mut, Führungswillen und vor allem handfeste Maßnahmen. Die beiden großen Naturschutzverbände NABU und BUND in Baden-Württemberg sehen sich dabei als Schrittmacher und gestalterische Begleiter und haben ihre gemeinsamen Forderungen und Anregungen zur Landtagswahl am 14. März zusammengestellt.

.

Das Leben vor den Stadtwerken in Ditzingen ist zurückgekehrt

Vorher! Foto: Sabine Roth

Aufmerksame Spaziergänger haben es längst bemerkt: die Steine sind weg!

Innerhalb weniger Tage haben sich die als Schotter“garten“ angelegten Flächen vor dem Kundenzentrum der Stadtwerke in vielfältig bepflanzte Beete verwandelt.

Wer grünen Strom liefert, sollte sich auch in anderen Bereichen „grün“ präsentieren. Diese Erkenntnis hatte sich bei den Stadtwerken bereits durchgesetzt, als die Vertreterin der BUND-Gruppe Ditzingen mit dem Vorschlag auf den Geschäftsführer Frank Feil zuging, die Schotterflächen zu „renaturieren“. Das Projekt stand dort schon in den Startlöchern, sodass es anstelle von Überzeugungsarbeit nur noch unserer Begleitung bedurfte.

Es hat Spaß gemacht, gemeinsam mit dem Erdbauer und der Gartenfachfrau die biologisch toten und ökologisch wertlosen Flächen umzugestalten, deren Nachteile hinlänglich bekannt sind: Schottergärten bieten Insekten keine Nahrung, der Boden ist durch eine undurchlässige Folie quasi versiegelt, zudem heizen sich die Steine in der Sonne auf, und sorgen damit in ohnehin heißer werdenden Sommern für noch höhere Temperaturen.

Nachdem unsere Landesregierung die Neuanlage solcher Schotterflächen aus diesen Gründen inzwischen verboten hat, hoffen wir, dass sich auch mancher Besitzer bestehender Flächen vom guten Beispiel der Stadtwerke inspirieren lässt. Die Natur – und auch die Freunde bunter und lebendiger Gärten – wären ihnen mit Sicherheit dankbar!

Weitere Informationen zur Umgestaltung können Sie gerne bei uns erfragen.

Für die BUND-Gruppe Ditzingen
Sabine Roth und Cornelia Schubart

 

 

Nachher. Foto: Sabine Roth

Nachruf


Der Ortsverband Ditzingen des Bundes für Umwelt und Naturschutz trauert um seine langjährige ehemalige Vorsitzende Magda Debré, die am 24.09.2020 verstorben ist.
Magda Debré gründete zusammen mit einigen Ditzinger Mitgliedern im Jahre 1985 den BUND Ortsverband und sorgte auf diese Weise mit dafür, dass die Anliegen des BUND im Bereich Umwelt- und Naturschutz früh auch in Ditzingen öffentlich wahrgenommen wurden. In ihrer über 30-jährigen Tätigkeit als Vorsitzende hat sie mit großem ehrenamtlichem Engagement zahlreiche Ausstellungen, Informationsveranstaltungen, Geschenkbörsen, Aktionen für nachhaltige Mobilität und viele weitere Aktivitäten initiiert und durchgeführt. Darüber hinaus unterstützte sie BUND-Kindergruppen mit sehr viel Freude und setzte sich - wo immer möglich -  bei den kommunalen Entscheidungsträgern entschieden für umweltverträgliche Lösungen ein.
Durch ihre hohe Kompetenz und ihre Fähigkeit über den Tellerrand Ditzingens zu blicken, war sie auch eine sehr wertvolle Vertreterin des BUND Ditzingen im Kreisverband Ludwigsburg und im Regionalvorstand Stuttgart, wo ihre Arbeit auch heute noch sehr geschätzt wird.
Der BUND Ditzingen hat Magda Debré sehr viel zu verdanken. Wir werden ihr ein ehrendes Gedenken bewahren.

Für den BUND-Ortsverband Ditzingen
Siegfried Klingler
 

Klimawandel - War da was?

BUNDler bei der Klimademo in Stuttgart Foto: Barbara Klingler

Im Rahmen des globalen Klimastreiks der Fridays for Future-Bewegung am 25. September 2020 fanden weltweit mehr als 2500 Aktionen statt, in Deutschland allein 450.
Die unmittelbar präsente Gefahr der Pandemie drängt zwar derzeit alles andere in den Hintergrund. Davon jedoch völlig unbeeindruckt schreitet die noch viel umfassendere Bedrohung der Erderwärmung ohne Pause weiter fort. Deshalb reihten sich auch Ditzinger teils in Stuttgart zusammen mit mehreren Tausend Menschen, teils auch in Ludwigsburg und Ansbach, in die Demozüge ein – in Anbetracht der derzeitigen Situation mit Mundschutz und angemessenem Abstand – und forderten einen Wandel hin zu einer ökologischen und nachhaltigen Wirtschaft, die auch kommenden Generationen eine Chance für ein gesundes Leben gibt.

Nicole und Philipp Amecke.    

Mitgliederversammung 2020

Foto: Barbara Klingler

In der Mitgliederversammlung am Dienstag, den 15.09.20 wurde eine neue Satzung für den Ortsverband Ditzingen verabschiedet und gleichzeitig  unter der Sitzungsleitung des Kreisvorsitzenden und stellvertretenden Landesvorsitzenden Stefan Flaig (hintere Reihe links) der gesamte Vorstand neu gewählt:
Hintere Reihe: Siegfried Klingler; Nicole und Philipp Amecke
Vordere Reihe: Sabine Roth und Manfred Härterich

Wir freuen uns darauf, die gemeinsame Arbeit des letzten Jahres zusammen mit vielen aktiven Mitgliedern weiterzuführen.

 

Große Resonanz beim diesjährigen Wettbewerb STADTRADELN

Es ist sehr erfreulich, dass sich in Ditzingen 15 Teams mit insgesamt 152 Teilnehmerinnen und Teilnehmern am internationalen Wettbewerb STADTRADELN beteiligt und gemeinsam Fahrradkilometer für Ditzingen gesammelt haben. Darunter auch ein starkes 17-köpfiges BUND-Team.
Das hat nicht nur Spaß gemacht, sondern dient natürlich vor allem auch dazu, weitere Bürgerinnen und Bürger für das Thema Radfahren im Alltag zu sensibilisieren und die Themen Fahrradnutzung und Radverkehrsplanung stärker in die kommunalen Gremien einzubringen.
Verbesserungsvorschläge, was die Radwegführung und die Verkehrssicherheit beim Radfahren in Ditzingen betrifft, werden von uns gerne aufgenommen und weiterverfolgt.
Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ganz herzlichen Dank fürs Mitradeln.

 

Sehr gut besuchter Vortrag zum Thema „Wildbienen“ im Bürgersaal Ditzingen

Frau Holmgeirsson bei ihrem Vortrag. Foto: Barbara Klingler

 

Das Insektensterben ist ein Dauerthema, das Bienensterben insbesondere. Was hat es damit auf sich? Gibt es Zusammenhänge mit anderen Problemfeldern? Welche Faktoren können wir beeinflussen?

Frau Holmgeirsson, ausgewiesene Expertin in Sachen Wildbienen und Insekten, selbst passionierte Imkerin und u. a. Sprecherin im NABU Bundesfachausschuss Ökotoxikologie und Umweltchemie, war am Mittwoch, 29.01. auf Einladung der BUND-Ortsgruppe Ditzingen und der NABU-Ortsgruppe Ditzingen im Bürgersaal, um zum Thema „Wildbienen und Insekten in unseren Gärten und Gemeinden“  zu informieren.

Macht man sich klar, dass die Insekten knapp 70 % der gesamten Tierwelt ausmachen und allein ihre Bestäubungsleistung für 80 % aller Kulturpflanzen und sogar 90 % aller Wildpflanzen essentiell ist, so wird deutlich wie wichtig und auch brisant dieses Thema ist. Insbesondere auch wenn man eine weitere Zahl berücksichtigt, dass nämlich mittlerweile rund 50 % aller Wildbienenarten in Deutschland auf der roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tiere stehen. Und: Insekten stehen am Anfang der Nahrungskette. Das bedeutet, dass ihr Verschwinden unweigerlich das Verschwinden vieler anderer Arten nach sich zieht.

Frau Holmgeirsson gab zunächst einen Einblick in die Vielfalt vor allem der Wildbienen, d. h. konkret in die Vielfalt ihrer Lebensweisen und damit der Bedürfnisse der einzelnen Spezies an ihren Lebensraum. Und damit gab sie ebenfalls einen Einblick in die vielfältigen Bedrohungen, denen diese Tiere ausgesetzt sind, wenn der Mensch in die natürlichen Kreisläufe eingreift oder aber ganze Lebensräume zerstört, wie es beispielsweise bei den in Mode gekommenen Steingärten massiv der Fall ist. Aber auch die Pflanzenauswahl in unseren Gärten, die Gartenpflege, die oft mit Ordnung und Sauberkeit gleichgesetzt wird, oder aber der zuweilen unbedachte Griff zu Pflanzen„schutz“mitteln gefährden das ökologische Gleichgewicht im Mikrokosmos Garten und bilden damit einen weiteren Mosaikstein in der zunehmenden ökologischen Verarmung unserer Umwelt. Wenn von den in Deutschland verkauften Insektiziden allein 23 % an nichtberufliche Anwender, also für die Anwendung im privaten Garten, verkauft werden, dann wird deutlich, dass  Aufklärung und ein Umdenken in diesem Bereich nötig ist.

Die Veranstaltung war sehr gut besucht. Und zu unserer Freude entstand am Ende eine lebhafte und konstruktive Diskussion, bei der sich auch  Ditzinger Landwirte kenntnisreich einschalteten, auch wenn das Thema Landwirtschaft und Insektensterben unter anderen Aspekten betrachtet werden muss, da hierbei eben auch ökonomische Aspekte und viel deutlicher noch die Frage der politischen Rahmenbedingungen eine Rolle spielen.

Für die BUND-Ortsgruppe
Barbara Klingler

 

Nachhaltigkeitsmarkt in Ditzingen

01. 06.2019

Eifrig wurden Insektenhotels gebaut. Foto: Barbara Klingler

Der BUND Ditzingen und der NABU Ditzingen waren mit einem gemeinsamen Stand am Nachhaltigkeitsmarkt vertreten - eine willkommene Gelegenheit, mit vielen Besuchern ins Gespräch zu kommen. Einen Schwerpunkt hatten wir auf das Problem des Insektensterbens gelegt und in den Gesprächen mit den Besuchern unseres Standes wurde deutlich, dass dieses Problem viele Menschen bewegt und besorgt macht.
In 27 Jahren hat die Biomasse der Insekten um 76 Prozent abgenommen – und das sogar in Naturschutzgebieten. Verursacht wird das Insektensterben vor allem durch das Verschwinden von Rainen, Blühwiesen, Streuobstwiesen und Hecken sowie durch Überdüngung und den hohen Einsatz von Pestiziden. Der Rückgang betrifft nicht nur Schmetterlinge und Bienen, sondern fliegende Insekten insgesamt und er ist gravierender als befürchtet. Dabei sind zwei Drittel der Nahrungspflanzen und viele Vogelarten auf Bestäuber und Insekten angewiesen. Ohne ihre Leistung sinken Qualität und Ertrag besonders bei Obst und Gemüse.
Daher unterstützen der BUND und der NABU das Volksbegehren „Artenschutz- Rettet die Bienen“ das derzeit vom Freien Institut für ökologische Bienenhaltung auf den Weg gebracht wird.
Dass man auch im privaten Bereich mit einfachen aber effektiven Maßnahmen durch den Bau von Nisthilfen einen Beitrag gegen das Insektensterben leisten kann, zeigten wir am Nachhaltigkeitsmarkt: Am Bohrtisch des BUND und des NABU herrschte großer Andrang und um 12:00 Uhr  hatten fast alle unsere Buchenscheite als fertige Insektenhotels den Markt verlassen. Wer nicht dabei sein konnte, dem empfehlen wir die Internetseite www.bund.net/wildbienen.

Foto: Barbara Klingler

Ihr Ansprechpartner

Siegfried Klingler

OV-Ditzingen@BUND.net
Rechbergstraße 12 71254 Ditzingen

BUND-Bestellkorb