Der Bezirksverband Stromberg-Neckartal ist zuständig für die Gemeinden
- Besigheim
- Bönnigheim
- Erligheim
- Freudental
- Gemmrigheim
- Hessigheim
- Kirchheim a.N.
- Löchgau
- Mundelsheim
- Walheim
Über uns
Wir setzen uns mit verschiedenen Projekten für den Umwelt- und Naturschutz ein (siehe Jahresprogramm).
In folgenden Monaten treffen wir uns an einem Donnerstag um 19:00 Uhr zum Meinungsaustausch:
Januar, März, Mai, Juli, September und November.
Die genauen Termine werden im Neckar- und Enzboten, in der Bietigheimer Zeitung und in den Mitteilungsblättern der entsprechenden Gemeinden veröffentlicht.
Zu den Treffen sind alle am Natur- und Umweltschutz interessierten Mitbürger*innen herzlich eingeladen.
Vorträge, Filme und Ausstellungen zu aktuellen Themen werden zusammen mit dem Berein „Wartesaal“ in Besigheim angeboten.
Um uns nachhaltig für die Belange des Natur- und Umweltschutzes in unserer Region einsetzen zu können, brauchen wir eine finanzielle Grundlage, die vor allem aus Mitgliederbeiträgen und privaten Spenden besteht. Jeder Euro Ihrer Spende hilft uns, unsere Ziele zu erreichen. Ihre Spende kommt hundertprozentig unseren Projekten zugute. Das garantieren wir.
Jahresprogramm 2026
Besuch bei der Greifvogelpflegestation in Bad Friedrichshall
Dass es für verletzt und flugunfähig aufgefundene Greifvögel eine gute Adresse gibt, das war im Kreise aktiver BUND-Mitglieder schon lange bekannt. Wie sieht es aber konkret mit den Hilfsmöglichkeiten aus? Dieser Frage ging der BUND-Bezirksverband Stromberg-Neckartal nach und organisierte eine Exkursion zur Greifvogelpflegestation in Bad Friedrichshall.
Werner Wacker, Vorsitzender der NABU-Ortsgruppe Bad Friedrichshall, der die Station angegliedert ist, begrüßte die zirka 20 interessierten Besucher und referierte über die Entstehung und die Aufgaben der Einrichtung. In den nunmehr 50 Jahren ihres Bestehens entwickelte sich die Pflegestation unter der Leitung von Helmut Weber zu einer weit über Nordwürttemberg bekannten Anlaufstelle für notleidende Tag- und Nachtgreife. Mit jährlich zirka 800 Pflegefällen bewegt sich diese sowohl personell wie auch finanziell an ihrer Kapazitätsgrenze. Insbesondere die Tierarzt- und Futtermittelkosten schlagen sehr stark zu Buche. Mit einer Auswilderungsquote von rund 80 Prozent wird der Station von Fachkreisen eine überaus erfolgreiche Arbeit bescheinigt.
Den Ausführungen Wackers schloss sich eine Führung in zwei Gruppen an, in die sich auch Susanne Wacker, die seit über 20 Jahren dort arbeitet, mit ihrer Erfahrung einbrachte.
Die Teilnehmer waren beeindruckt von den zahlreichen geräumigen und gepflegten Volieren, in denen u. a. Turmfalken, Schleiereulen, Wespen- und Mäusebussarde, Wald- und Steinkäuze, wie auch Waldohreulen und Uhus aus nächster Nähe zu beobachten waren. Vielen stand die Auswilderung unmittelbar bevor; andere – wie die jungen Wespenbussarde – müssen sich noch bis zum Frühjahr gedulden. Die letzte Station ist eine Großflugvoliere, in der die Vögel im Hinblick auf die baldige Auswilderung ihr Flugtraining absolvieren.
Nach einer Vielzahl von vertiefenden Fragen bedankte sich Helmut Fischer im Namen der nun bestens informierten Naturfreunde und der BUND-Kassenwart Gerd Weiler überreichte mit anerkennenden Worten eine Spende, die dankend entgegengenommen wurde.
Schwalbenhaus in Besigheim
In Besigheim hat in den letzten Jahren die Anzahl der Mehlschwalben immer mehr abgenommen. BUND-Aktive haben sich daher entschlossen, geeignete Hilfsmaßnahmen zur Bestandssicherung zu ergreifenund Nisthilfen anzubieten. Da die jungen Schwalben aus den Nestern koten, kann es an den Hausfassaden – den bevorzugten Nistplätzen – zu Verschmutzungen kommen. Daher dulden viele Hausbesitzer in Besigheim keine Schwalbennester an ihren Gebäuden. Kotbretter unter den Nestern haben sich nicht bewährt, da diese von Tauben oft als Brutplatz genutzt werden, was zu noch mehr Verunreinigungen führt.
Aus diesen Gründen hat der BUND Bezirksverband Stromberg-Neckartal in Zusammenarbeit mit der Stadt Besigheim hier ein Schwalbenhaus mit 44 Kunstnestern aufgestellt.
Das Projekt wurde finanziell von der NABU-Ortsgruppe Neckar-Enz und der Stiftung Umwelt- und Naturschutz der Kreissparkasse Ludwigsburg unterstützt. Das Fundament wurde unentgeltlich von dem Besigheimer Bauunternehmen Karl Köhler GmbH angefertigt.
Der BUND Bezirksverband hofft, dass die Mehlschwalben das Schwalbenhaus schnell entdecken und annehmen.