Regionalverband Stuttgart
Jetzt spenden Mitglied werden

BUND warnt vor Waldbrandgefahr

30. Juli 2026

Waldbrand-Warnung Waldbrand-Warnung  (BUND Regionalverband Stuttgart)

Pressemitteilung
BUND Kreis- und Regionalverband Stuttgart

Stuttgart, 30.07.2027

BUND warnt vor Waldbrandgefahr

Rauch- und Grillverbot besser kommunizieren, stärker kontrollieren und konsequent ahnden

Angesichts der anhaltenden Hitze- und Dürreperiode sowie der verheerenden Waldbrände in Südwesteuropa befürchtet der BUND, dass auch der Stuttgarter Wald Opfer eines größeren Waldbrandes werden könnte.

Anlass für diese Sorge sind aktuelle Beobachtungen der Umweltschützer:Innen: Immer wieder ignorieren Waldbesucher das von März bis Oktober geltende generelle Rauchverbot. Insbesondere an Ruhebänken im Wald rauchen Uneinsichtige und berufen sich auf angebliche Gewohnheitsrechte: „Hier habe ich schon immer geraucht, und von einem Rauchverbot weiß ich nichts.“ (Siehe Foto im Anhang: Sitzbank am Steinsträßle im Tauschwald mit zahlreichen Zigarettenkippen.)

Auch das seit dem 23. Juni geltende Grillverbot wird teilweise missachtet. Ist ein offizieller Grillplatz gesperrt, werden kurzerhand in unmittelbarer Nähe illegale Grillstellen eingerichtet. (Siehe Foto im Anhang: Illegale Grillstelle an der Dischinger Burg bei Weilimdorf.)

Der BUND fordert deshalb eine bessere Information der Bevölkerung sowie eine konsequentere Kontrolle und Ahndung von Verstößen gegen das Rauch- und Grillverbot – zum Schutz des wohl größten Naturschatzes der Landeshauptstadt: ihrer ausgedehnten Wälder. Siehe auch Werbeslogan „Großstadt zwischen Wald und Reben“.

Der Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes weist die Region Stuttgart derzeit mit der höchsten Warnstufe 5 („sehr hohe Gefahr“) aus. Weitere Informationen unter: https://www.wettergefahren.de/warnungen/indizes/waldbrand.html

Grundsätzlich ist die Waldbrandgefahr in Stuttgart nicht zu unterschätzen, da sich sehr viele Menschen in den Wäldern aufhalten – darunter leider auch Personen, die trotz der Verbote rauchen oder grillen. Die langjährigen Dürreperioden seit 2017 haben zudem dazu geführt, dass insbesondere zahlreiche Rotbuchen, Eschen, Kiefern und Hainbuchen abgestorben sind. Ihre trockenen Stämme und Baumkronen stellen eine Brandlast dar. Der BUND gibt jedoch zu bedenken, dass Totholz im Wald für die Humusbildung, Wasserhaushalt und Artenvielfalt enorm wichtig ist.

Zwar ist die Stuttgarter Feuerwehr mit einer spezialisierten „Task Force“, geländegängigen Unimog-Fahrzeugen und besonderen Einsatztaktiken gut auf Wald- und Vegetationsbrände vorbereitet. Die Erfahrungen aus Frankreich zeigen jedoch, dass selbst modernste Feuerwehrtechnik die Schäden im Ernstfall nur begrenzen kann. Bereits kleinere Waldbrände hätten in Stuttgart verheerende Folgen, da die Wälder eine herausragende Bedeutung für den Naturschutz, die Naherholung und den Klimaschutz besitzen.

Gerhard Pfeifer, Regionalgeschäftsführer des BUND, warnt: „Schon ein auch nur teilweise verkohlter Rotwildpark oder Kräherwald wäre für Stuttgart eine Katastrophe.“

Zur Übersicht

BUND-Bestellkorb