„Die gravierenden S-Bahnstörungen der letzten Tage unterstreichen die Notwendigkeit von weiterer Schieneninfrastruktur jenseits des Projektes Stuttgart 21“, betont BUND Regionalgeschäftsführer Gerhard Pfeifer.
Der S-Bahn-Notfallbetrieb, der eigentlich immer mehr zum Normalbetrieb wird, ist elementar auf die Panoramabahn als tangentiale Umleitungsstrecke des Stammtunnels im Stuttgarter Zentrum, sowie auf Bahnsteiggleise im jetzigen Kopfbahnhof angewiesen.
Bei Inbetriebnahme von Stuttgart 21 entfallen diese Möglichkeiten bei S-Bahnstörungen im Stuttgarter Kessel wie zurzeit. Dann werden alle S-Bahnlinien schon außerhalb des Zentrums in Feuerbach, Bad Cannstatt , Stuttgart-Vaihingen und der zukünftigen Haltestelle Mittnachstraße gebrochen. Die S-Bahnkunden müssen sich dann mit Stadtbahnen, Bussen oder schlicht zu Fuß in die Innenstadt „weiterkämpfen“. In Zeiten in der die Verkehrswende als einer der wichtigsten Bausteine des Klimaschutzes gilt, ist solch eine Aussicht ein absolutes Unding.
Pfeifer abschließend: „Für die über die Sommerpause tagende Arbeitsgruppe – auf Initiative von Landesverkehrsminister Winfried Hermann - über einen sogenannten Ergänzungsbahnhof zusätzlich zu Stuttgart 21, sollten die aktuellen S-Bahn-Störungen Anlass sein, endlich Verbesserungen ideologiefrei und zum Wohle der erfreulich steigenden S-Bahnkunden zu zugestehen.“