Regionalverband Stuttgart
Jetzt spenden Mitglied werden

Purzelbaum statt Salto

14. Februar 2020

BUND Kommentar zu VVS-Jahrespressekonferenz

Stuttgart. Der BUND Regionalverband Stuttgart freut sich über den VVS-Rekord von rund 394 Millionen Fahrten im Jahr 2019 und beglückwünscht die Verantwortlichen und Macher*innen.

Der Zuwachs von 3,2% seit der großen VVS-Tarifreform, die am 1. April 2019 in Kraft trat, ist jedoch bescheiden und eher enttäuschend, obwohl es zu z.B. Fahrpreissenkungen bei Pendler*innen bis zu 30 Prozent kam.

 „Bei einer so einschneidenden Reform mit Zuschusskosten seitens der öffentlichen Hand von knapp 32 Millionen  Euro sollte schon ein zweistelliger Zuwachs an ÖV-Fahrten heraus kommen“, kommentiert Gerhard Pfeifer, BUND Regionalgeschäftsführer und BUND-Vertreter im VVS-Fahrgastbeirat.

Der BUND sieht sich bestätigt, dass die Politik beim Autoverkehr mehr Beschränkungen, wie zum Beispiel Tempolimits, Pförtnerampeln, Parkraumrestriktionen umsetzen muss, um einen Quantensprung in der aus Klimaschutzgründen so dringenden Verkehrswende zu erreichen.

Pfeifer sagt: „ÖPNV verbessern, aber gleichzeitig Autoverkehr erschweren – dies ist die erfolgreiche Zauberformel, mit der viele europäische Städte wie zum Beispiel  Zürich und Wien einen Verkehrswende-Salto geschafft haben und keinen Purzelbaum wie im VVS-Gebiet.“

Ein wirkungsvolles Mittel um Bürger*innen noch stärker in die S-Bahnen, Stadtbahnen und Busse zu locken, sieht der BUND in dem Konzept, außerhalb der Hauptverkehrszeiten die Tarife merklich zu senken.

Mit dem seit wenigen Wochen eingeführten durchgehenden Viertelstundentakt auf vielen S-Bahnlinien haben diese Züge in der Zeit zwischen 9 und 16 Uhr noch eine Menge Luft für weitere Fahrgäste. Dass ein Potential hierbei besteht, beweisen die vollen Straßen während dieser Zeit.

Zur Übersicht

Suche

BUND-Bestellkorb